Die Akademie für Gesundheitsberufe macht fit für den deutschen Arbeitsmarkt

Immer mehr Menschen in Deutschland benötigen Pflege, Tendenz steigend. Eine adäquate
Behandlung und Betreuung ist aufwändig, gutausgebildetes Personal eine Grundvoraussetzung. Dem
Mangel an Fachkräften soll Zuwanderung entgegenwirken. In der Realität aber erschweren
Sprachschwierigkeiten sowie die fehlende Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse die
Eingliederung ins Arbeitsleben. Denn ohne Anerkennung gibt es keine Arbeitserlaubnis.

So geht es auch Derina Benny. Nach ihrem Abitur in Indien besuchte die 24-Jährige die
Krankenpflegeschule in Mangalore. Über Österreich, wo sie innerhalb kürzester Zeit Deutsch lernte,
führte sie ihr Weg nach Deutschland. Um hier wieder in ihrem Beruf zu arbeiten, fehlt ihr noch die
offizielle Anerkennung ihres Berufsabschluss. Hilfe findet sie bei der AFG (Akademie für
Gesundheitsberufe GmbH) in Wuppertal. Um Zuwanderer bei der Eingliederung in den deutschen
Arbeitsmarkt zu unterstützen, bietet die Akademie spezielle Anpassungslehrgänge an. Finanziert
werden diese durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ aus Mitteln des
Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) und des Europäischen Sozialfonds (ESF). Für die
Absolventen sind sie damit kostenlos.

Seit November 2019 besucht Derina Benny einen Anpassungslehrgang bei der AFG. Für eine
vergleichbare und einheitliche Ausbildung, erhalten alle Teilnehmer theoretischen Unterricht in
Medizin, Krankenpflege oder Recht. Zudem wird Sprachunterreicht in Deutsch angeboten. Parallel
dazu absolviert Derina Benny eine fachpraktische Ausbildung im Krankenhaus St. Josef in Wuppertal-
Elberfeld. Hier arbeitet die junge Frau in der Klinik für Innere Medizin und in der Chirurgie. Die Arbeit
macht ihr große Freude und so kann sie sich gut vorstellen auch nach dem Lehrgang weiterhin hier zu
arbeiten. Für den Klinikverbund – zu dem neben dem Krankenhaus St. Josef auch das Petrus
Krankenhaus und die St. Anna Klinik gehören – sind gutausgebildete ausländische Fachkräfte wie

Derina Benny ein Gewinn. Nicht nur medizinisch-pflegerisch leisten sie einen wichtigen Beitrag.
Durch ihren kulturellen Background verfügen sie über Kompetenzen, die gerade in Häusern mit einer
multikulturellen Patientenklientel immer mehr an Bedeutung gewinnen. Und davon profitieren
Kliniken und Patienten gleichermaßen.


Derina Benny besucht einen Anpassungslehrgang bei der AFG. Parallel dazu absolviert sie eine
fachpraktische Ausbildung im Krankenhaus St. Josef in Wuppertal- Elberfeld.

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